Alltagshilfe Ralls Logo Alltagshilfe RallsUnterstützung im Alltag ← Zur Startseite Ratgeber
Ratgeber · Demenz

Demenz im Alltag – 8 Tipps, die Angehörigen helfen.

Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich der Alltag der ganzen Familie. Ein Patentrezept gibt es nicht, aber viele kleine Dinge, die Ruhe und Sicherheit schenken.

✓ Anerkannt nach § 45a SGB XI ✓ Lübeck und Umgebung ✓ Kostenlose Erstberatung
Einfühlsame Demenzbetreuung zu Hause

Stand: Oktober 2026

1. Eine feste Tagesstruktur geben

Gleiche Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten und Spaziergang schaffen Orientierung. Wiederkehrende Rituale geben Sicherheit, gerade wenn vieles andere unklar wird.

2. Ruhig und klar sprechen

Sprechen Sie in kurzen Sätzen, stellen Sie nur eine Frage oder Bitte nach der anderen und geben Sie Zeit zum Antworten. Gehen Sie auf Augenhöhe und halten Sie freundlichen Blickkontakt.

3. Nicht korrigieren und nicht diskutieren

Wer an Demenz erkrankt ist, erlebt seine Welt oft anders. Fakten richtigzustellen führt meist zu Streit und Verunsicherung. Nehmen Sie stattdessen das Gefühl hinter einer Aussage ernst und lenken Sie behutsam auf etwas Angenehmes.

4. Erinnerungen nutzen

Ein Fotoalbum, Lieblingsmusik, vertraute Düfte oder alte Geschichten wecken oft schöne Gefühle. Frühe Erinnerungen bleiben häufig länger erhalten – gemeinsames Erinnern schenkt Nähe und Freude.

5. Bewegung und frische Luft

Ein kleiner Spaziergang, leichte Gymnastik oder Gartenarbeit können das Wohlbefinden fördern und für einen besseren Tagesrhythmus sorgen. Wichtig ist, dass es Freude macht und niemand überfordert wird.

6. Orientierung im Zuhause erleichtern

7. Überforderung vermeiden, Erfolgserlebnisse schaffen

Zu viele Reize auf einmal belasten. Schalten Sie nicht Radio und Fernseher gleichzeitig ein und planen Sie nur eine Aktivität nach der anderen. Vertraute, kleine Aufgaben – Wäsche falten, Kartoffeln schälen, Blumen gießen – geben das Gefühl, gebraucht zu werden.

8. An sich selbst denken

Wer einen Menschen mit Demenz begleitet, braucht eigene Pausen. Nehmen Sie Hilfe an: Der Entlastungsbetrag der Pflegekasse und die Verhinderungspflege können dabei unterstützen. Auch Angehörigengruppen und Beratungsstellen tun gut.

Wann ärztlichen Rat suchen? Bei Verdacht auf Demenz, bei plötzlichen Veränderungen oder wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit der Hausärztin oder dem Hausarzt. Weitere Informationen bietet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung.

Wie wir Familien begleiten

Als nach § 45a SGB XI anerkanntes Angebot begleiten wir Menschen mit Demenz stundenweise in ihrer vertrauten Umgebung – mit einer festen Bezugsperson, Geduld und Zeit für Gespräche, Spaziergänge und gemeinsames Erinnern. Das gibt Sicherheit und entlastet die Familie.

Häufige Fragen

Kann ich eine Betreuung für Menschen mit Demenz über die Pflegekasse bezahlen?

Mit anerkanntem Pflegegrad steht der Entlastungsbetrag zur Verfügung. Er kann für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden. Wir erklären Ihnen im kostenlosen Erstgespräch, wie das funktioniert.

Wie oft kann die Betreuung stattfinden?

Stundenweise oder regelmäßig, ganz nach Ihrem Bedarf. Wir klären Häufigkeit und Zeiten gemeinsam im Erstgespräch.

Kommt immer dieselbe Person?

Ja. Eine feste Bezugsperson gibt Menschen mit Demenz Sicherheit und Vertrauen – deshalb vermeiden wir ständig wechselndes Personal.

Fragen? Wir beraten Sie kostenlos.

Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre Situation und zeigen Ihnen, wie Sie den Entlastungsbetrag Ihrer Pflegekasse sinnvoll nutzen können.